Einst aßen wir Tiere

Einst aßen wir Tiere

Sep. 29, 2020 | Vegan Basics, Werbung

Das Buch „Einst aßen wir Tiere“ von Roanne van Voorst nimmt uns mit in eine Zeit, in der Tiere nicht mehr ausgebeutet werden und in der wir sprachlos auf unsere aktuellen Ernährungsgewohnheiten zurückblicken. Die Autorin zeigt mit einem Gedankenspiel auf, welche positiven Auswirkungen eine globale pflanzenbasierte Ernährung für das Klima, die Tiere und den Menschen haben kann. 

Dafür nimmt sie uns zunächst mit auf eine Zeitreise. Denn bereits vor hunderten von Jahren gab es Menschen, die es ablehnten, Tiere auszubeuten und zu essen. Und schon damals gab es entsprechende Strömungen. Sie nimmt uns mit zu zahlreichen Landwirten, die den Ausstieg aus der industriellen Tierhalten bereits vollzogen haben und die nicht mehr Teil eines ausbeuterischen Systems sein wollten. Sie beschreibt hier schön die innere Zerrissenheit, die diese Landwirte spürten. Eine Zerrissenheit zwischen dem, was sie seit Jahren taten und ihren Werten, ihren Vorstellungen von Ethik und Moral. 

Roanne von Voorst zeigt außerdem sehr anschaulich auf, dass wir in einem karnistischen System leben, in dem es eindeutig festgelegt ist, welche Tiere man essen „darf“ und welche nicht. Fernab jeglicher Logik. Denn ein Schwein ist mindestens genauso intelligent wie ein Hund und zweifelsohne genauso empfindsam. In einem karnistischen System macht man sich darüber allerdings keine Gedanken, es ist einfach so. Sie spricht zudem an, wie sehr wir uns von Werbung leiten lassen. Von der „guten Milch“, die uns stark macht und von Männern, die erst durch den Konsum von Fleisch zu echten Männern werden. Des Weiteren spricht Roanne van Voorst sehr unterhaltsam, und auch aus eigener Erfahrung, über mögliche Probleme, in einer Partnerschaft, wenn der eine vegan lebt und der andere nicht. Darüber spricht sie auch mit der renommierten Psychologin Melanie Joy. 

Weiterhin erklärt uns die Autorin, wie Veganer*Innen einst als uncoole, blasse, hagere Menschen wahrgenommen wurden und wie hip, bunt, positiv und trendig die Bewegung heute ist – unter anderem dank sozialer Medien wie beispielsweise Instagram. Die vegane Idee überzeugt immer mehr. Nicht zuletzt auch durch zahlreiche Aktivisten und Fürsprecher, die von der veganen Idee überzeugt sind und diese in die Welt hinaustragen. Um die Welt zu einer veganen Welt zu machen – so die Autorin – muss nicht die komplette Menschheit von ein paar Aktivisten überzeugt werden. Es reichen schon drei bis zehn Prozent begeisterte Anführer, damit es in der Gesellschaft einen sogenannten Kipppunkt gibt. Ist das nicht unglaublich motivierend? 

Danke, Roanne van Voorst! Für mich ist „Einst aßen wir Tiere“, wie auch „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer oder Karen Duves „Anständig essen“, ein unverzichtbares Buch. Denn es macht Hoffnung auf eine gerechtere Welt, in der Tiere nicht mehr ausgebeutet und getötet, sondern als empfindsame Lebewesen angesehen werden. Das, was sie eben nun mal sind.

Verlag: Goldmann, 17 €

Das Buch wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür.

 

 

 

 

 

Kennst du das Buch schon?

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schon gesehen?

Selbstfürsorge im Tierschutz

Wer dauerhaft helfen will, braucht mehr als nur Mitgefühl: nämlich Selbstfürsorge. Erfahre hier, wie du deine Energie schützt, ohne dein Engagement zu verlieren.

Schupfnudeln mit Kürbis in Sahnesoße

Die Schupfnudel-Pfanne mit Kürbis und Sahnesoße war ein spontaner Einfall. Und was soll ich sagen – ich liebe dieses Essen! Die perfekte Ergänzung ist hier frischer Thymian. Probiert es unbedingt mal aus!

Compassion Fatigue

Compassion Fatigue zeigt, wie groß dein Herz ist – aber auch, dass du Grenzen brauchst. Hier erfährst du, wie du dich stärken und langfristig für Tiere da sein kannst.

Vystopie – der Schmerz der VeganerInnen

Wir leben in einer Gesellschaft, der das Leid der Tiere völlig egal zu sein scheint. Aber was passiert, wenn man mal hinter die Kulissen der Tierindustrie blickt? Wenn man erkennt, wie sehr die Tiere leiden, man ihnen aber nicht helfen kann? Dann kann es sein, dass wir in einen depressiv-traumatischen Zustand fallen – in die Vystopie. Darüber habe ich mich mit Dr. Tamara Schneider unterhalten.

Bunter Kürbis-Salat

So bunt wie der Herbst ist dieser leckere Kürbis-Salat mit Ofenkürbis, Radicchio, Granatapfelkernen und Lauchzwiebeln. Müsst ihr probieren!

Veganer Brotsalat

Brot mal anders: Für diesen Brotsalat mit Rucola, Bohnen, Paprika und Tomaten könnt ihr jedes Brot nehmen, das euch schmeckt. Wie der Salat gemacht wird, erfahrt ihr hier.

Veganer Melonen-Feta-Salat

Dieser vegane Melonen-Feta-Salat kombiniert süße Wassermelone, knackige Gurke, cremigen veganen Feta und frische Minze zu einer unwiderstehlichen Geschmackskombination. Ideal als leichtes Mittagessen, Grillbeilage oder gesunder Snack an heißen Tagen. Jetzt probieren!

Sommersalat

Leckerer Salat mit Gurke, roten Zwiebeln, Avocado, Zitrone und Kichererbsen – mehr Sommer geht nicht.

Linsensalat mit Nektarinen

Belugalinsen, Nektarinen und Rucola zusammen in einem Salat – mehr Sommer geht nicht!

Ratten loswerden ohne Gift

Ratten im Garten? In diesem Artikel erfährst du, wie du sie tierfreundlich, nachhaltig und ganz ohne Gift oder Fallen loswerden kannst.

Pin It on Pinterest

Das Leben ist schöner, wenn man teilt.

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden und zeige ihnen, wie lecker vegan ist.

Das Leben ist schöner, wenn man teilt.

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden und zeige ihnen, wie lecker vegan ist.