Lebenshof Hohenwart

Lebenshof Hohenwart

Aug. 13, 2020 | Inspiring Earthlings

Ein Gnadenhof ist ein Ort, von dem jedes Tier nur träumen kann. Denn dort wird niemand mehr ausgenutzt und gequält. Hier darf jedes Tier das sorglose, schöne Leben leben, das eigentlich alle verdienen. Der Lebenshof Hohenwart ist genau so ein Ort. Was die Tiere hier den ganzen Tag so machen und wie sie auf den Hof gekommen sind, erzähl ich euch hier.

Als wir Petras und Werners Hof betreten, merken wir sofort: hier ist jeder willkommen. Schon auf dem Hof werden wir lautstark von ihren Hunden begrüßt, in der Ferne hört man ein leises Muhen. Auf dem idyllischen, leicht abgelegenen Lebenshof im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech tummeln sich mittlerweile eine ganze Menge Vierbeiner, die das Leben von Petra und Werner zwar ganz schön auf den Kopf gestellt haben, es aber auch unglaublich bereichern. „Unsere Motivation ist ganz klar die Liebe zu den Tieren und die Zuneigung der Tiere zu uns. Es ist so schön, sie zu umsorgen und ihnen ein schönes Leben zu bieten. Ein Leben, in dem sie nicht ausgebeutet werden, nicht funktionieren müssen, sondern einfach Tiere sein dürfen.“

Als Petra den Hof 2017 kaufte, war der Plan allerdings ein ganz anderer: „Ich wollte hier mit meinen Hunden und Kaninchen leben und eigentlich Obst und Gemüse anbauen.“ Mittlerweile haben hier 20 Schafe, 29 Rinder, 2 Schweine, 6 Hunde und 2 Bartagamen ein Zuhause gefunden. So viele Tiere zu halten, ist natürlich nicht gerade billig. „Mein kompletter Verdienst fließt zur Versorgung mit ein. Man weiß aber, dass es das alles wert ist, wenn man in den Stall oder auf die Weide kommt und jeden Tag ganz liebevoll von allen Tieren begrüßt wird“, schwärmt Petra. Jedes Tier hier hat seine ganz eigene Persönlichkeit. Manche sind laut und draufgängerisch, andere etwas leiser, ängstlicher und schüchterner. Kein Wunder, wenn man bedenkt, was diese sensiblen Tiere schon erlebt haben müssen. „Viele Rinder standen kurz vor der Schlachtung oder stammen aus schlechter Haltung. Die Schafe kommen aus Zuchtauflösungen oder weil sie der Rest einer großen Herde waren und dann „weg“ mussten“, erzählt uns Petra, als wir nach draußen zu den Schafen und Rindern gehen.

Aber so unterschiedlich die Tiere auch sind, eines haben sie alle gemeinsam: Sie sind unglaublich neugierig. „Wird hier am Hof irgendwas neu gemacht, kannst du sicher sein, dass jede Kuhnase das minutenlang ganz genau unter die Lupe nimmt.“ Auch meine Hose und mein Handy scheinen sehr interessant zu sein und werden genauestens untersucht. Die Tiere haben hier wirklich den Himmel auf Erden. Jeder darf so sein wie er eben ist und muss keine Angst mehr davor haben, ausgebeutet oder verkauft zu werden.„Dass hier kein Tier zum Schlachter muss, wurde am Anfang von den Landwirten um uns herum eher kritisch beäugt.“ Leider ist es für viele nach wie vor eine Selbstverständlichkeit, die Tiere, die man ins Leben holt, früher oder später zum Schlachter zu bringen. Mittlerweile haben aber viele verstanden, dass es auch anders geht. „Wir stehen mit einigen Landwirten in Kontakt, da wir Heu und Stroh zukaufen müssen. Einige fragen mittlerweile sogar nach, wie es sich finanziert und ob es Alternativen zur Landwirtschaft geben würde. Wir reden sehr viel mit den umliegenden Bauern und geben auch unsere Ansichten weiter.“ Interesse an einer Veränderung scheint also da zu sein. Wäre zu wünschen, dass sich noch viel mehr Landwirte Gedanken darüber machen, dass Tiere fühlende Lebewesen und keine Waren sind. Denn ein respektvoller Umgang mit ALLEN Lebewesen würde unsere Welt zu einer besseren machen.
Danke euch beiden, für eure Liebe zu den Tieren, dass sie bei euch sicher sind und ein wunderschönes Leben haben dürfen. Ein Leben, das alle Tiere verdienen!

p

Ihr möchtet Petra und Werner unterstützen?

Dann freuen sie sich über Einmalspenden, Futterspenden oder auch über monatliche Patenschaften. Das ist schon ab 5 Euro möglich.

Schaut einfach bei Facebook oder Instagram vorbei:

Wart ihr schon mal auf einem Lebenshof? Erzählt mir gerne davon!

2 Kommentare

  1. Petra Fey

    Hallo Petra und Werner,
    würde Euch gerne unterstützen, aber habe keinen Instagram- oder Facebook-Account.
    Warum gebt Ihre Euer Spendenkonto nicht einfach auch beim Impressum an?
    Bin auf Euch durch Bayern1 aufmerksam geworden
    Viele Grüße
    Petra Fey

    Antworten
    • Tanja Hauser

      Hallo liebe Petra, danke für deine Nachricht! Wie schön, dass du die beiden unterstützen möchtest! Direkt unter diesem Beitrag findest du sowohl den Link zu Instagram als auch den zu Facebook 🙂 Viele Grüße, Tanja

      Antworten

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schon gesehen?

Veganes Schoko-Bananenbrot

Wenn ihr Schokolade und Banane liebt, werdet ihr dieses vegane Bananenbrot feiern! Es ist fluffig, saftig und so aromatisch, dass man direkt noch ein Stück möchte. Perfekt zum Kaffee oder einfach zwischendurch.

Kichererbsen-Korma

Ein Essen, das einfach immer geht:
Kichererbsen-Korma mit Quinoa. Schmeckt auch mit Hirse oder Reis.

Veganer Rhabarberkuchen

Der leckerste vegane Rhabarberkuchen ever. Für dieses Rezept lohnt es sich definitiv, ein paar Portionen frischen Rhabarber einzufrieren.

Vegane Flädlesuppe

Flädlesuppe? Geht auch vegan! Und sie ist die perfekte Vorspeise für Osterfest. Jetzt probieren!

Die Sache mit den Lämmchen

An Ostern muss es der Lammbraten sein? Kleidung aus echter Wolle ist unverzichtbar? Vielleicht kann ich dich hier vom Gegenteil überzeugen.

Veganes Osterlämmchen

Wie wäre es, Ostern in diesem Jahr einfach mal ohne tierische Produkte zu feiern? Ist ganz einfach. Und ganz lecker. Versprochen.

Was man über Kaninchen wissen sollte

Kaninchen darf jeder halten. Dass das aber ziemlich aufwendig und kompliziert ist, wissen leider die wenigsten. Und so werden viele Kaninchen schlichtweg falsch versorgt. Laura und Lutz von der Ellswiese wissen dagegen, wie es geht, denn sie leben derzeit mit 14 Kaninchen zusammen.

Endlich Bärlauchsaison!

Bärlauch, auch Wilder Knoblauch genannt, verströmt seinen besonderen Duft ab März. Hier findet ihr leckere Rezepte. Jetzt ausprobieren!

Vegane Bärlauchsuppe

Bärlauch, auch wilder Knoblauch genannt, ist in der Küche eine echte Bereicherung. Vom leckeren Pesto über Bärlauch-Butter bis hin zu Kräuterbrot kann man super viel mit ihm machen. Und auch in der Suppe schmeckt er einfach fantastisch. Hier könnt ihr euch selbst davon überzeugen.

Rattengift: Das stumme Leid in unseren Straßen 

Wusstest du, dass Rattengift nicht nur Ratten, sondern auch andere Tiere gefährdet? Welche grausamen Auswirkungen das Gift auf die Tierwelt hat erfährst du in diesem Beitrag. Jetzt lesen!

Pin It on Pinterest

Das Leben ist schöner, wenn man teilt.

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden und zeige ihnen, wie lecker vegan ist.

Das Leben ist schöner, wenn man teilt.

Teile diesen Beitrag mit deinen Freunden und zeige ihnen, wie lecker vegan ist.