7 spannende Fakten über Schweine

7 spannende Fakten über Schweine

Feb 18, 2024 | Vegan Basics

Schweine sind ganz wundervolle Tiere. Wenn sie dürfen, wie sie wollen, verbringen sie den Tag mit spielen, wühlen, suhlen, essen und vor sich hinträumen. Sauen sind extrem hingebungsvolle Mütter, die ihren Ferkeln Nester bauen, ihnen beim Säugen etwas vorgrunzen und eine Engelsgeduld an den Tag legen. Leider sehen wir das alles nicht, denn wir haben so gut wie nie Kontakt zu diesen tollen Tieren und sehen sie höchstens mal, wenn ein Transporter Richtung Schlachthaus an uns vorbeifährt.
Vielleicht kann dieser Artikel ein bisschen dabei helfen, Schweine mit anderen Augen zu sehen, ihr wahres Wesen zu erkennen, sie lieben und bewundern zu lernen. Nicht weniger als das haben sie nämlich verdient. 

Bilder: Andreas Hauser

Eine Schweinenase

1) Schweine sind richtig intelligent.

Schweine zählen zu den intelligentesten Tieren auf unserem Planeten, dabei sind sie sogar klüger und lernfähiger als Hunde. Sie können Joysticks bedienen, verstehen die Funktionen eines Bildschirms und können komplexe Probleme lösen. So können sie zum Beispiel lernen, bestimmte Knöpfe zu drücken, um an Futter zu kommen. Gibt man ihnen Namen, lernen sie rasend schnell, dass sie gemeint sind, wenn man sie anspricht. Außerdem können sich Schweine im Spiegel erkennen. Denn sie haben eine Form von Ich-Bewusstsein, was bedeutet, dass sie sich wortwörtlich ihrer selbst bewusst sind. Das ist nur bei wenigen Säugetieren der Fall. Außerdem haben sie ein richtig gutes Gedächtnis und können problemlos Tricks lernen.
!! In der Tierindustrie steht diesen hochintelligenten Tieren in der Regel keinerlei Beschäftigungsmaterial zur Verfügung, weshalb ihnen stinklangweilig ist. Dies wiederum führt nicht selten dazu, dass sie sich gegenseitig die Schwänzchen abbeißen, weil das die einzigen „Dinge“ sind, die sich bewegen und die irgendwie spannend aussehen. Damit sich die Schweine aber eben nicht gegenseitig verletzen, werden ihnen meist im Alter von wenigen Tagen die Ringelschwänzchen abgeschnitten – bis zu einem gewissen Alter ohne Betäubung.

2) Sauen sind richtig gute Mütter.

Wusstet ihr, dass Sauen ihren Ferkeln etwas vorsingen (-grunzen), während sie sie säugen? Sauen sind tolle Mütter, sie bauen ihrem Nachwuchs sogar Nester. Würden alle Schweine in Freiheit leben dürfen, würde das dann so aussehen: Einen bis drei Tage vor dem erwarteten Geburtstermin bereiten die Sauen den Ort für ihren zukünftigen Wurf vor. Sobald sie ihren bevorzugten Platz gefunden haben, beginnen sie mit Hingabe, ihr Nest zu bauen. Dafür wird zuerst eine flache Mulde im Boden ausgegraben. Danach suchen sie sorgfältig nach weichem Material und formen es geschickt zu einem gemütlichen Bett für ihre Ferkel.
!! Dieses Verhalten legen Schweine übrigens auch in der Tierindustrie an den Tag. Nur mit dem Unterschied, dass ihnen in ihren Buchten kein entsprechendes Material zur Verfügung steht. Abgesehen davon werden ihnen nur wenige Tage nach der Geburt alle ihre Ferkel weggenommen.

3) Schweine sind sehr sozial.

Schweine zeigen eine ausgeprägte Neigung zur Geselligkeit. In einer Gemeinschaft knüpfen sie ein komplexes Netzwerk sozialer Verbindungen, zeigen Fürsorge und Zuneigung und sind empathisch und einfühlsam. Ist ein Schwein gestresst oder ängstlich, versuchen die anderen, es zu beruhigen oder aufzubauen. Die Bindung zwischen miteinander verwandten Tieren ist dabei oft besonders stark ausgeprägt. Sie pflegen ihre sozialen Kontakte, indem sie viele ihrer täglichen Handlungen gemeinsam ausführen, wie beispielsweise das Trinken, das Suhlen oder auch das Schlafen sie schlafen gerne Rüssel an Rüssel. Zusätzlich haben Schweine einen ausgeprägten Spieldrang. Das Spielen dient dabei primär dem Wohlbefinden und hat keinen direkten Zweck. Doch dadurch lernen sie wichtige Verhaltensmuster innerhalb ihrer Gruppe. 

„Schweinemütter grunzen ihren Ferkeln etwas vor, während sie sie säugen.“

4) Schweine haben eine klare Rangordnung.

Schweine organisieren sich innerhalb ihrer Gruppen in einer Hierarchie, die sich schon bei den Kleinsten während des Säugens herausbildet. Bei Neuordnungen formieren sich neue Gruppen, wobei es zwischen unbekannten Schweinen schnell zu Konflikten kommen kann. Um diese zu verhindern, ist ausreichend Raum erforderlich, damit untergeordnete Tiere den übergeordneten ausweichen können.
!! In der industriellen Tierhaltung haben Schweine in der Regel nicht die Möglichkeit, einander auszuweichen, was natürlich häufig zu Verletzungen und problematischem Verhalten führt.

5) Schweine sind reinliche Tiere.

Schweine mögen es sauber. Haben sie genügend Platz zur Verfügung, wird es nur selten bis nie passieren, dass ein Schwein dort aufs Klo geht, wo es schläft oder isst. Wie der Mensch auch, versucht es, sein Zuhause sauber zu halten.
!! In der Tierindustrie ist das leider nicht möglich. In den Ställen müssen die Tiere dort schlafen und essen, wo sie aufs Klo gehen.
Der Ausdruck „Wie ein Schwein schwitzen“ ist im Übrigen völlig falsch. Schweine können nicht schwitzen. Lediglich an ihrem Rüssel haben sie ein paar Schweißdrüsen. Deshalb suhlen sie sich auch so gerne im Schlamm der kühlt sie an heißen Sommertagen ab und schützt die Haut vor der Sonne. Mit Unreinheit hat das aber rein gar nichts zu tun.

Schweine schlafen gerne eng aneinandergekuschelt und Rüssel an Rüssel.

6) Schweine haben ganz unterschiedliche Charaktere.

Aufgeschlossen, draufgängerisch, ängstlich, zurückhaltend, neugierig jedes Schwein ist anders und hat ganz individuelle Charakterzüge.
!! Da wir Menschen aber nie mit diesen tollen Tieren interagieren und nur Kontakt mit ihnen haben, wenn sie zerstückelt auf unseren Tellern liegen, entsteht leider schnell der Eindruck, alle seien gleich.

7) Schweine haben eine feine Nase.

Schweine haben in ihrem Rüssel mehr Riechzellen als Hunde. So können sie zum Beispiel Trüffel oder andere Leckereien bis zu einem halben Meter Tiefe erschnüffeln. In einigen Ländern werden sie sogar als Spürhunde also Spürschweine eingesetzt.

Hunde schauen zu uns auf. Katzen schauen auf uns herab.
Schweine begegnen uns auf Augenhöhe.“

Winston Churchill

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