Nährstoff-Spickzettel
Eine ausgewogene pflanzliche Ernährung kann unseren Körper mit nahezu allen essenziellen Nährstoffen versorgen. Viele pflanzliche Lebensmittel sind echte Superfoods – reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und wertvollen Fettsäuren. Mit etwas Wissen über die wichtigsten Quellen könnt ihr eure Ernährung so gestalten, dass ihr optimal versorgt bist.
Dieser Spickzettel zeigt, wo welche Nährstoffe in welchen Lebensmitteln stecken, wofür sie wichtig sind und wie ihr die Aufnahme sogar noch verbessern könnt.
Proteine – Pflanzliche Bausteine für Muskeln, Immunsystem & Zellen
Proteine sind essenziell für fast jeden Prozess in deinem Körper: Sie bilden Muskelgewebe, Enzyme, Hormone, Antikörper und reparieren beschädigte Strukturen. Pflanzliche Proteine liefern zusätzlich Ballaststoffe, Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe – ein Vorteil gegenüber tierischen Quellen.
Gute pflanzliche Proteinquellen:
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Linsen, Kichererbsen, Bohnen
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Tofu, Tempeh, Edamame, Sojagranulat
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Seitan
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Haferflocken, Quinoa, Amaranth, Hirse
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Nüsse & Samen
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Proteinreiche Gemüse wie Brokkoli, Erbsen und Grünkohl
Omega-3-Fettsäuren – Herzschutz, Gehirnfunktion & Entzündungshemmung
Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle Fette, die für Gehirnleistung, Herzgesundheit, Hormonhaushalt und Entzündungsregulation wichtig sind. Pflanzen liefern die Omega-3-Vorstufe ALA, während EPA/DHA direkt über Algenöl erhältlich sind.
Die besten veganen Omega-3-Quellen:
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Leinsamen (geschrotet) & Leinöl
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Chiasamen
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Walnüsse
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Hanfsamen
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Algenöl (direkte Quelle für EPA/DHA)
Vitamin A (Beta-Carotin) – für Haut, Augen & Immunsystem
Beta-Carotin, die pflanzliche Vorstufe von Vitamin A, schützt Zellen, stärkt das Sehvermögen und ist zentral für gesunde Haut, Schleimhäute und ein starkes Immunsystem. Es wirkt zudem antioxidativ.
Top-Quellen für Beta-Carotin:
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Karotten
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Mango, Aprikosen
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Dunkelgrünes Blattgemüse
Vitamin B12 – Unverzichtbar für Nerven & Blutbildung
Vitamin B12 ist für Energiestoffwechsel, Nervenfunktion und Blutbildung essenziell. Da es in verwertbarer Form nicht in Pflanzen vorkommt, ist eine Supplementation zwingend notwendig – unabhängig davon, wie gesund oder vielfältig du dich ernährst.
Verlässliche B12-Quellen:
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Supplemente (Tabletten, Tropfen, Spray)
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Angereicherte Lebensmittel (selten ausreichend)
B-Vitamine – Energie, Konzentration & Stoffwechsel
Die B-Vitamin-Gruppe (B1, B2, B3, B5, B6, B7/Biotin, B9/Folsäure, B12) wirkt als Motor des Energiestoffwechsels. Sie sind entscheidend für Nervensystem, mentale Leistungsfähigkeit, Haut, Haare und die Blutbildung.
Pflanzliche Quellen:
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Vollkornprodukte
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Hülsenfrüchte
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Nüsse & Samen
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Grünes Gemüse (Brokkoli, Spinat, Mangold)
Vitamin C – antioxidativer Immunbooster & Eisenaufnahmehelfer
Vitamin C schützt Zellen vor oxidativem Stress, stärkt das Immunsystem und steigert die Aufnahme von pflanzlichem Eisen – ein wertvoller Kombinationsfaktor in veganer Ernährung.
Top-Quellen:
Vitamin D – Knochen, Stimmung & Immunsystem
Vitamin D ist eigentlich ein Hormon und spielt eine entscheidende Rolle für Immunsystem, Muskelkraft und Kalziumstoffwechsel. In Mitteleuropa ist die körpereigene Produktion oft unzureichend.
Quellen:
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Sonne (UVB)
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Supplemente
Vitamin K – Blutgerinnung & Knochenstoffwechsel
Vitamin K ist wichtig für die Blutgerinnung, aber ebenso bedeutend für die Einlagerung von Kalzium in die Knochen. Besonders grünes Gemüse liefert große Mengen.
Vitamin-K-reiche Lebensmittel:
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Grünkohl, Spinat, Rucola
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Brokkoli, Rosenkohl
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Mangold
Kalzium – Stabilität für Knochen, Zähne & Muskeln
Kalzium ist wesentlich für Muskelkontraktionen, Knochenstärke, Herzrhythmus und Nervensignale. Viele Menschen unterschätzen, wie kalziumreich pflanzliche Lebensmittel sein können.
Pflanzliche Kalziumquellen:
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Grünkohl, Pak Choi, Brokkoli
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Mandeln, Sesam, Tahin
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Kalzium-angereicherte Pflanzendrinks
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Mineralwasser mit hohem Kalziumgehalt
Magnesium – Entspannung, Energiestoffwechsel & Nervenfunktion
Magnesium ist an über 300 biochemischen Prozessen beteiligt: Es reguliert Muskelfunktion, Blutdruck, Energieproduktion, Nervenimpulse, Stressverarbeitung und Schlaf. Ein Mangel ist häufig – besonders bei Stress, intensiver Belastung oder hoher Kaffeezufuhr.
Pflanzliche Magnesiumquellen:
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Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne
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Mandeln, Cashews
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Vollkorngetreide (Hafer, Naturreis, Vollkornbrot)
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Hülsenfrüchte
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Blattgemüse
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Kakao & dunkle Schokolade
Magnesiumformen im Überblick
Nicht jede Form wird gleich gut aufgenommen – wichtig für alle, die supplementieren:
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Magnesiumcitrat
Sehr gut bioverfügbar, leicht abführend. -
Magnesiumglycinat
Besonders gut verträglich. Ideal bei Stress, Schlafproblemen & Reizbarkeit. -
Magnesiummalat
Unterstützt Energieproduktion. Gut bei Müdigkeit & Erschöpfung. -
Magnesiumoxid
Geringe Resorption, wirkt stark abführend – nicht für die tägliche Supplementation. -
Magnesium-L-Threonat
Kann die Blut-Hirn-Schranke überwinden; beliebt für Konzentration & Gedächtnis.
Eisen – Sauerstofftransport, Energie & Konzentration
Eisen ist essenziell für die Blutbildung und Energieversorgung. Pflanzliches Eisen wird besser aufgenommen, wenn es mit Vitamin C kombiniert wird.
Beste pflanzliche Eisenquellen:
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Linsen, Bohnen, Kichererbsen
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Haferflocken, Quinoa, Amaranth
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Kürbiskerne, Sesam, Cashews
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Spinat, Rote Bete, Grünkohl
Zink – Immunsystem, Haut & Heilung
Zink ist wichtig für Enzyme, Zellteilung, Wundheilung, Hormone und ein stabiles Immunsystem. Vegane Quellen sind zahlreich, jedoch durch Phytinsäure etwas schlechter verfügbar.
Zinkreiche Lebensmittel:
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Kürbiskerne
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Hülsenfrüchte
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Nüsse
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Vollkornprodukte
Selen – Zellschutz & Schilddrüse
Selen schützt die Zellen vor oxidativem Stress und spielt eine zentrale Rolle für die Schilddrüse. Die Böden in Europa sind oft selenarm – daher lohnt ein Blick auf die Zufuhr.
Top-Quelle:
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Paranüsse (1 bis 2 täglich reichen bereits)
Jod – Schilddrüse, Stoffwechsel & Hormone
Jod ist wichtig für die Bildung von Schilddrüsenhormonen, die Stoffwechsel, Energie und Temperatur regulieren.
Jodquellen für eine vegane Ernährung:
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Jodiertes Speisesalz
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Algen (z. B. Nori, Wakame – bitte dosiert)
Ballaststoffe – gesunde Verdauung, Sättigung & Darmflora
Ballaststoffe füttern die guten Darmbakterien, verbessern die Verdauung, stabilisieren den Blutzucker und fördern langfristige Sättigung. Vegane Ernährung ist hier klar im Vorteil – kaum jemand erreicht die empfohlenen Mengen, wenn er sich nicht pflanzlich ernährt.
Ballaststoffreiche Lebensmittel:
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Vollkornprodukte
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Gemüse & Obst
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Hülsenfrüchte
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Nüsse & Samen
Wichtig:
Wie immer gilt: Dieser Artikel stellt keine vollständige Nährstoffbibel dar und ersetzt keine professionelle Beratung. Er soll lediglich helfen, pflanzliche Lebensmittel und ihre Stärken schneller zu überblicken.
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